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„Alfred-Hrabak-Brand jr., dem Strichphilosophen, der sich zur Wiener Unterwelt wie Hirn zu Muskeln verhält. Wiener Blut, nicht zuletzt einem „leiwanden Haberer“ eine Hommage, die ihm das Milieu (bislang) verwehrt hat.
Alles Gute für einen alten Pülcher von einem jungen.“
Dr. R. Geher
Diese Zeilen stehen in einem der ersten Exemplare der Unterwelt-Fibel „Wiener Blut “ von Dr. Robert Geher. Journalist, Schriftsteller, Model und Feschak. Wiener Blut floss auch aus einer klaffenden Wunde, die ein großkalibriges Geschoß auf dem Weg in sein Gehirn angerichtet hatte. Er "taufte" mich in seinem Buch und unzähligen Artikeln in mehr oder weniger renommierten Zeitschriften Strichfilosof. Doch alles von Anfang an, auch dieses Buch soll die Chronologie eines beschissenen Lebens darstellen.
Der 6. Juli 1947, ein echt beschissener Tag. Nicht nur für mich sondern auch für all jene, die an diesem 6.Juli vom Schicksal eine auf den Plutzer, sprich Schädel, bekamen und in einem Krankenhaus oder in einer der überfüllten Leichenhallen in Wien endeten. Warum ich das weiß? Leichenhallen sind stets überfüllt...
An diesem undenkwürdigen Tag wurde ich laut schreiend, mit herumschlagenden Händen und strampelnden Füssen aus der angeblichen Geborgenheit einer mich gnadenlos ausstoßenden Gebärmutter in eine zerbombte, zerrissene Welt gepflutscht. Einen Planeten, den ein angeblich lieber, aber scheinbar gestresster Gott, erschaffen haben soll. Warum er gestresst war? Er ist es doch noch immer! Andauernd muss er sich seit Milliarden von Jahren um Trilliarden von Sternen kümmern! „So nebenbei“ soll er auch noch Zeit für uns Menschen finden um andauernd Bagatell- Bitten zu überprüfen wie Glück in sämtlichen Lebenslagen oder Gesundheit auf Dauer zu pachten. Wie kann dieser scheinbar überforderte, alte Mann, über dessen Herkunft keiner eine Ahnung hat, in Sekunden-Bruchteilen entscheiden, ob er das Gebet eines Torhüters beim Elfmeter oder das des Schützen erhören soll? Oder wem er bei der Kriegsführung beistehen soll, wenn beide Streithähne ihn anbeten und mit geweihten Waffen kämpfen? Mit einem Wort, er sollte sein Imperium neu strukturieren und ein paar jüngere, engagierte Stellvertreter engagieren. Meine Wenigkeit beehrte die Welt zu einem nicht besonders günstigen Zeitpunkt. Es lagen Jahre hinter der Bundeshauptstadt, in denen nicht einmal mehr die viel besungenen Engerl´n ihren Urlaub in Wien verbrachten. Noch immer tummelten sich zu viele Teuferl´n, die ihre scharfen Hörner mit Engelslocken getarnt hatten, zwischen den Ruinen.Inzwischen dachte ein schlanker, junger Mann mit einem von den Geschehnissen der vergangenen Jahre unfreiwillig erzwungenen Waschbrettbauch, der sich einige Jahre später eher zu einem Waschtrommelbauch erweitern sollte, über einiges nach. Leider berichteten keine Zeitzeugen ,Historiker und Medien, was der Mann so überlegte. Meine heutige, lange geprüfte und kurze überlegte Sicht der damaligen Ereignisse lautet: Wer hat diesen unnötigen Bankert noch gebraucht?Kein Mensch oder Gott hatte mich je gefragt, ob ich als Kuckucksei in diese Welt geboren werden will, und niemand fragte meine Eltern, ob sie einen schreienden Balg, für den niemand so recht Zeit habe, in einem Gitterbett, das schließlich auch Geld kostet, zu betreuen. Eltern? Eher denke ich an einen Hormonellen Betriebsunfall meiner Mutter, den sie außerhalb der eigenen Matratze erlitten hatte. Mein Vater Ferry, als den ich ihn fast bis zu meinem einundsechzigsten Lebensjahr mit Abstrichen sah, aber nicht empfand, hatte mit meiner Zeugung wahrscheinlich wenig bis gar nichts zu tun. Aber er liebte meine Mutter fast abgöttisch.
Der 6.Juli 1947. An jenen, für mich und meine Mutter historischen Tag, sorgte auch der Farmer William W. Brazel aus Texas international für einiges Aufsehen. Er hatte auf einer Fläche von etwa 500 mal 100 Metern unzählige seltsame Trümmerteile gefunden. Hier schien irgend etwas fliegendes abgestürzt zu sein. Am 6. Juli 1947 meldete er seinen Fund und seither geistern noch immer die Aliens von Roswell durch die Schlagzeilen. Also doch irgendwie ein auch bedeutender Tag. Besonders für Esoteriker...
Robert Geher war damals noch dort, wo er wahrscheinlich jetzt wieder gelandet ist, und Wien war als Perle, für die ein Führer neun Jahre vorher die entsprechende Fassung versprochen hatte, am Boden einer irrealen Welt zertrümmert.
Bald wurde ich mit angeschissenen Windeln in die Lassallestrasse, die damals noch Reichsbrückenstrasse hieß, transportiert. Dort teilten sich mein Onkel Kurt und meine Mutter das Ehebett auf einer Seite, mein Vater hatte eine Schlafstelle für sich alleine. Ich hatte zwar zwei Halb-Brüder, doch auch deren Herkunft lag in der Dämmerung der Vergangenheit. Mein älterer Bruder Rolf, er stammt aus der ersten Ehe meiner Mutter, wurde bald von einem Heim ins andere abgeschoben, oder man könnte auch sagen: Entsorgt, und der zweite, Hans (Erzeuger unbekannt) war selten zu Hause und zog mit 18 aus. Vorher „schob“ er Reflexartig dem Onkel Kurti noch feste eine ordentliche an. Einer der schönsten Momente meiner Kindheit.
Da war ich elf Jahre alt und nun alleine meinem Onkel ausgeliefert....
Das war nun die Ouvertüre zu einem Drama, das kein Komponist ersann und auch kein Goethe oder Schiller schrieb....
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